Sicherheitsupdates – Oft erwähnt aber zu selten durchgeführt

 CMS Sicherheitsupdates

Im Jahr 2017 wurden wir mit zahlreichen Sicherheitsthemen im Bereich Web konfrontiert. Besonders dreist gestalteten sich Hacking Angriffe durch Ransomware wie Locky, TeslaCrypt, Cryptolocker oder Cryptowall. Auch Google verstärkt aufgrund der gestiegenen Hacking Angriffe die Information an die User und rät besonders zu Sicherheitsupdates bei CMS Systemen und Webshops.

Im Mai 2016 haben wir in unserem Blog bereits über die hinterlistigen Angriffe von Ransomware berichtet. Auch hilfreiche Tipps für Maßnahmen, die im Vorfeld gegen einen Hackerangriff schützen können, haben wir in einem Artikel für unsere Leser zusammengefasst. Eine dieser Maßnahmen betraf das Thema Sicherheitsupdates. Aufgrund der steigenden Relevanz dieser Thematik veröffentlicht Google im Rahmen seiner #NoHacked-Kampagne regelmäßig Studien zur Sicherheit von Webseiten und gibt Anweisungen für deren sicheren Betrieb. Laut dieser Kampagne ist die Anzahl der gehackten Webseiten in den letzten Jahren rasant angestiegen und es ist längst kein Ende in Sicht. Im Jahr 2016 betrug der Anstieg ganze 32%; für 2017 kann man sicher noch höhere Anstiegsraten erwarten.

Sicherheitsupdates werden zu oft vernachlässigt

Als professioneller Web-Dienstleister weisen wir unsere Kunden oft auf die Notwendigkeit von Versionsupdates hin. Im Bereich von TYPO3 betrifft dies  die im März 2017 abgelaufene Version 4.5. Diese Version ist seit Jänner 2011 auf dem Markt und somit schon 6 Jahre alt. Aufgrund der hohen Verbreitung dieser Version wurde der Support bereits zweimal verlängert. Mit März 2017 war dann endgültig Schluss. Neben Neuerungen im Backend und der Unterstützung von responsive View für Mobile Devices ist das Sicherheitsthema eines der wichtigsten Gründe für ein Versionsupgrade. Ein Update, zumindest auf Version 6.5, wäre somit der nächste logische Schritt.

Leider reagieren viele Kunden eher gereizt auf das Thema Versionsupdates, da einerseits zusätzliche Kosten und andererseits ein interner Arbeitsaufwand entstehen können. So wird dann oft aus „Gemütlichkeit“ auf das Update verzichtet. Dass man damit ein großes Sicherheitsrisiko eingeht wird oft mit: Wenn bisher nichts passiert ist, dann wird auch weiterhin nichts passieren, abgetan.

Welche Risiken bestehen bei Missachtung von Updates?

Werden auf der Webseite Kundendaten verwaltet, verstärkt sich das Risiko noch um ein Vielfaches. Gerade solche Seiten stellen für Hacker ein gefundenes Fressen dar. Die Verantwortung, die man in diesem Fall trägt, ist vielen Unternehmen oft gar nicht bewusst. Fahrlässiges Verhalten ist somit an der Tagesordnung. Speziell die Datenschutzgrundverordnung, welche ab dem 25.05.2018 in Kraft tritt, wird sich besonders in der Anfangsphase verstärkt um Unternehmen „kümmern“, die sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Das wird speziell Webshops betreffen, die ja bekanntlich viel mit Kundendaten arbeiten. Dem Thema Sicherheitsupdates sollte hier ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei unseren Recherchen zu diesem Thema mussten wir leider feststellen, dass bei vier von fünf Webshops zumindest ein relevantes Sicherheitsupdate gefehlt hat. Das Interesse von Kunden in diesem Bereich etwas zu unternehmen war gering bis gar nicht vorhanden.

Die von uns angebotene e-commerce Lösung Magento, welche in der Zwischenzeit schon in der Version 2.x erschienen ist, liefert regelmäßige Sicherheitsupdates. Auch bei der vorigen Version 1.9 wurde aufgrund der hohen Verbreitung eine Verlängerung des Supports beschlossen. Diesen Vorteil sollte man sich als Webshop-Betreiber auf jeden Fall zu Nutze machen.

Vorteile von Sicherheitsupdates
Das Informationsangebot zu sicherheitsrelevanten Themen für den Bereich von Webseiten und Webshops ist sehr groß. Der Wille der Kunden etwas für die Sicherheit zu tun ist hingegen eher verhalten. Wobei Maßnahmen oft nicht teuer sind und Updates für viele Webseitbetreiber auch eine Möglichkeit sein können, bereits veraltete Webseiteninhalte wieder einmal zu aktualisieren.

Was man auf jeden Fall beachten sollte, sind die Kosten für die Wiederherstellung von gehackten Webseiten bzw. Webshops. Diese sind um ein vielfaches höher und bringen neben dem kostentechnischen Aufwand noch einen nicht zu verachtenden negativen psychologischen Effekt für die Kunden aber auch das Unternehmen. Die Zeit, die es benötigt, um den Kunden wieder ein sicheres Gefühl beim Besuch der Webseite zu geben ist oft nicht absehbar und die Ausfallskosten für lahmgelegte Webshops sind hier noch gar nicht einkalkuliert. Ein Versions- bzw. Sicherheitsupdate hingegen hat in vielen Fällen bereits Abhilfe geschaffen.

Wollen Sie den Sicherheitsstand Ihrer Webseite oder IT Infrastruktur überprüfen lassen, helfen wir Ihnen natürlich auch gerne weiter. Senden Sie ein Mail an support@ixsol.at oder rufen Sie uns an unter 01/ 581 01 30.

 

 

DSGVO – Was ändert sich im Datenschutz 2018?

Datenschutzgrundverordnung

Die vom europäischen Parlament beschlossene neue Datenschutz-Grundverordnung tritt in einem halben Jahr europaweit in Kraft. Unternehmen müssen daher schon jetzt die Weichen stellen. Wir geben einen kurzen Überblick was sich 2018 ändern wird und was das für Unternehmen bedeutet.

EU-Datenschutzgrundverordnung –
Was ist das?

Die „Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG“, kurz europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) genannt, wurde im Frühjahr 2016 beschlossen.

Ab dem 25. Mai 2018 stellt sie eine anwendbare Verordnung dar, die in der gesamten europäischen Union greift. Bisher galten in jedem Land andere Gesetze zum Datenschutz. Ziel der neuen Verordnung ist es daher, die Regelung zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private oder öffentliche Unternehmen auf Europaebene zu vereinheitlichen.

Die wesentlichen Ziele sind dabei die Stärkung der Betroffenenrechte, ein verstärkter Fokus auf der Datensicherheit, die Einführung von Beauftragten des Datenschutzes im öffentlichen Sektor sowie eine Verstärkung der Strafmaßnahmen bei einem Verstoß.

Wen betrifft die DSGVO?

Ganz konkret kann diese Frage pauschal leider nicht beantwortet werden. Weil sich verschiedene Details ändern, müssen sämtliche Unternehmensprozesse überprüft werden, bei welchen eine Verarbeitung von Nutzer- beziehungsweise Kundendaten von Bestand ist.
Einige Aspekte, die wohl die meisten Webseitenbetreiber und Betreiber von online Shops betreffen, sind im hier angeführt.

Newsletter & (Kontakt-) Formulare
Mit Ausnahme der E-Mail-Adresse müssen alle Angaben auf freiwilliger Basis erfasst werden. Das heißt, in Zukunft darf nur mehr die Mail-Adresse als Pflichtfeld gekennzeichnet sein. Zudem sollte die Seite, auf der die Anmeldung zum Newsletter erfolgt SSL geschützt sein.

Log-In-Daten
Im Log-In-Bereich wird in der Regel nach einem Benutzernamen oder der E-Mail-Adresse gefragt. Hinsichtlich der Anonymität sollte dem Benutzernamen in Zukunft der Vorzug gegeben werden. Generell lohnt es sich bei Registrierungsseiten vorsichtshalber an Datensparsamkeit zu halten – Es sollte sich auf die Erhebung von zwingend benötigten Daten beschränkt werden. Auch hier ist auf einen ausreichenden SSL-Schutz zu achten.

Datenschutzerklärungen
In diesem Zusammenhang werden auf inhaltlicher Ebene ein paar Änderungen auf die Website-Betreiber zukommen. Laut Artikel 13, Absatz 1 der DSGVO sind zum Zeitpunkt der Datenerhebung künftig folgende Informationen in der Datenschutzerklärung der betroffenen Person mitzuteilen:

–    Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen beziehungsweise
gegebenenfalls dessen Vertreters
–    Gegebenenfalls die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
–    Zweck der Datenerhebung sowie die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung
–    Gegebenenfalls Empfänger beziehungsweise Kategorien von Empfängern der betreffenden Daten
–    Gegebenenfalls die Absicht der Verantwortlichen, die betreffenden Daten an ein Drittland oder eine internationale Organisation weiterzugeben sowie das Vorhandensein oder das Fehlen eines Angemessenheitsbeschlusses der Kommission oder im Falle einer Übermittlung gemäß Artikel 46, Artikel 47 oder Artikel 49 Absatz 1, Unterabsatz 2 einen Verweis auf die geeigneten oder angemessenen Garantien und die Möglichkeit, wie eine Kopie von ihnen zu erhalten ist, oder wo sie verfügbar sind.

Social-Media-Plug-Ins
Bei Social-Media-Plug-Ins handelt es sich immer um die Weitergabe personenbezogener Daten und ist daher bereits jetzt rechtlich vergleichsweise streng geregelt. Bisher gab es Lösungen, welche die Datenübermittlung ohne eine Einwilligung ermöglichten. In Zukunft muss laut DSGVO eine Erklärung vorliegen, welche eine Datenerhebung ohne Einwilligung der betroffenen Personen rechtfertigt – Dies trifft im Falle der Plug-Ins nicht zu. Da nicht bekannt ist, wie Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook Daten verarbeiten, wird es problematisch den Nutzern die nötigen Informationen bereitzustellen und so deren Einwilligung wirksam einzuholen. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, kann beispielsweise auf Plug-Ins verzichtet werden oder auf andere Varianten wie dem Verlinken zurückgegriffen werden.

Cookies
Die Verwendung von Cookies wurde bisher in der Regel mithilfe sogenannter Cookie-Bars gehandhabt. Hinweise in Form von Bannern, welche die Nutzer auf den Einsatz von Cookies aufmerksam machen und auf diese Art deren Einverständnis einholen.

Datenschutzbezogene Regelungen, die im Rahmen des Telemediengesetzes bisher wirksam waren, werden mit der neuen Datenschutzverordnung ungültig. Allerdings fehlt in dieser Gesetzesnovelle eine eindeutige Regelung bezüglich dessen, daher werden Daten, die mithilfe von Cookies erhoben werden, in Zukunft mit allen anderen personenbezogenen Daten gleichgesetzt. Dies gilt unabhängig davon, ob die betroffenen Daten anonymisiert sind.

Ab Mai 2018 sollte im Vorhinein stets geprüft werden, ob vonseiten des Online-Händlers ein Interesse besteht, das den Einsatz von Cookies rechtfertigt und ob diese Datenverarbeitung zur Wahrung tatsächlich notwendig ist. Das Interesse vonseiten der Betroffenen am Schutz ihrer Daten muss gegen das Interesse des Händlers abgewogen werden.

Die Interessenabwägung erfolgt unter Beachtung des Artikel 6, Absatz 1, Satz 1 der Datenschutzgrundverordnung. Ist der Einsatz laut diesem Artikel zulässig, so entfällt die Pflicht ein Cookie-Banner zu verwenden, es ist also keine ausdrückliche Einwilligung erforderlich.

Es bleibt zu sagen, dass in Österreich und auch in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher schon ein hohes Niveau des Datenschutzes erreicht wurde und dass sich deshalb auch in einigen Grundsätzen nicht gravierend viel ändert. Spätestens bis zum 25.Mai 2018 müssen alle Datenanwendungen an die neue Rechtslage angepasst sein, andernfalls drohen hohe Bußgeldstrafen in der Höhe von 2 % – 4 %, abhängig vom Jahresumsatz. Außerdem wurde bereits angekündigt, dass speziell in der Anfangsphase, also ab dem 25.05.2018, verstärkt geprüft wird.

Als professionelle Webagentur helfen wir gerne in allen Belangen zu diesem Thema weiter. Weitere hilfreiche Informationen zu diesem Thema sowie eine ausführliche Checkliste, was vor dem Inkrafttreten der Verordnung unbedingt zu beachten ist finden Sie unter folgendem WKO Link.

 

EU Roaming Gebühren 2017

Roaming 2017

Rechtzeitig zum Urlaubsbeginn wurde am 15. Juni 2017 das Roaming, wie wir es bisher kannten, abgeschafft. In vielen Beiträgen in TV und Zeitung wird nun darüber berichtet. Oft in technischem Kauderwelsch, das dann doch wieder keiner versteht. Wir wollen in diesem Beitrag die wichtigsten Fakten verständlich erläutern.

Wie funktioniert das nun mit dem Roaming?

Dazu müssen wir kurz ausholen und zwar zum allgemeinen Begriff Roaming. Dieser beschreibt die Fähigkeit einer Verbindung zu einem anderen Mobilfunknetz als dem eigenen Heimnetz (z.B. A1, T-mobile, …).

Achtung! Roaming ist nicht gleich Telefonie ins Ausland.

Wie bereits erwähnt, befindet man sich im Falle von Roaming außerhalb seines abonnierten Netzanbieters. Ruft man nun aus dem Heimnetz im Ausland an oder verschickt eine SMS dorthin wird dies nicht als Roaming gewertet und fällt daher nicht in die neue EU Richtlinie. Ruft man also von Österreich in Deutschland an, zahlt man noch immer die teilweise sehr hohen Gebühren.
Würde man nun eine SIM-Karte eines anderen EU Landes innerhalb Österreichs nutzen und z.B. nach Deutschland telefonieren, kommt dies günstiger, da dies in die neue Roaming Richtlinie fällt. Wer diesen Umstand für seinen Vorteil nutzen möchte sei gewarnt – die Netzanbieter haben diesen Fall bereits bedacht. So hat der Anbieter bei ungewöhnlichem Roamingverhalten des Nutzers das Recht, einen Zeitraum (mindestens 4 Monate) zu protokollieren und im Fall eines überdurchschnittlichen Verbrauchs, zusätzliche Gebühren zu verrechnen.

Was ist nun mit den Roaming Zonen?

Die Kosten für Roaming sind stark davon abhängig in welchem Land man sich befindet. Um die Abrechnung zu standardisieren wurde die Welt in „Zonen“ eingeteilt, welche unterschiedliche Preise aufweisen.

Die EU bildet die erste Zone, welche je nach Netzanbieter noch mit zusätzlichen Ländern erweitert werden kann. Laut neuer Richtline umfasst die EU-Zone ab Juni 2017 die EU sowie die Länder Norwegen, Liechtenstein und Island –  Anrufe in die Schweiz sind nicht abgedeckt!

Kosten außerhalb der EU Zone können teilweise sehr hoch sein und stark variieren. Daher ist es ratsam, sich vor dem Auslandsaufenthalt (außerhalb der EU) beim Netzbetreiber über die aktuellen Tarife zu informieren.

Vorsicht ist auch bei Reisen mit dem Schiff oder Flugzeug geboten, da auch hier hohe Preise verrechnet werden können.

Was zahlt man nun innerhalb der EU?

Hat man einen österreichischen Tarif mit z.B. unlimitierten Minuten, unlimitierten SMS und 20 GB Daten und befindet sich auf Urlaub in einem EU Land und kommuniziert mit einer Person in einem EU Land, dann gelten die gleichen Regeln als wäre man in Österreich. Die Ausnahme ist der Datentarif, aber dazu kommen wir gleich.

Für Personen die einen Vertrag haben, bei dem jede Minute, SMS oder MB extra abgerechnet wird, gilt für die Kommunikation von EU Land (außer Österreich) in ein anderes EU Land der gleiche Tarif den man auch in Österreich hat.

Telefonate von der EU in NICHT EU Länder fallen nicht unter diese Regelung.

Vorsicht beim surfen oder chatten

Im Gegensatz zu Gesprächen oder SMS, kann es beim Datenroaming Ausnahmen geben. Die Netzbetreiber dürfen Datentarife für die EU Zone reglementieren. Das heißt, hat man in Österreich z.B. 5 GB Datenvolumen zur Verfügung, kann der Netzanbieter diesen bei einem Aufenthalt in einem anderen EU Land auf z.B. 2 GB heruntersetzen. Alles was darüberhinaus geht, ist extra zu bezahlen – genauere Infos dazu bietet der jeweilige Netzbetreiber.

Eine Ausnahme gilt für Tarife ohne Roaming –> diese können auch weiterhin nur in Österreich genutzt werden.

Sicherungsnetz – automatische Kostengrenze

Im Normalfall aktivieren die Netzbetreiber Kostengrenzen bei denen man informiert wird, wenn ein bestimmtes Volumen überschritten ist. Sicherheitshalber ist aber anzuraten, vor dem Reiseantritt nochmals den Netzbetreiber zu kontaktieren bzw. im Online-Kundenbereich zu prüfen ob die Grenze aktiviert worden ist.

Wie Sie sehen, bietet die neue Richtlinie einige Vorteile für alle, die nun vom EU Ausland nach Hause telefonieren wollen. Nichts desto trotz empfehlen wir, sich vor dem Urlaubsantritt nochmals genau beim Netzanbieter zu informieren, um eventuellen negativen Überraschungen bei der nächsten Abrechnung aus dem Weg zu gehen.

 

Barrierefreie Website – Internet für Alle

300.000 ÖsterreicherInnen sind laut WKO stark sehbeeinträchtigt,
200.000 hörbeeinträchtigt und circa eine Millionen ÖsterreicherInnen leiden unter eingeschränkter Mobilität. Damit all diese Menschen die Vorteile des Internets ebenso nutzen können, wie Menschen ohne Beeinträchtigung, wurde die Barrierefreiheit von Internetseiten im Behindertengleichstellungsgesetz verankert.
Was für behördliche Internetauftritte bereits seit 2008 gilt, ist seit dem 1. Jänner 2016 auch für alle Websites mit kommerziellem Zweck Realität – Barrierefreies Webdesign. Das bedeutet, seinen Webauftritt für alle Besucher einwandfrei nutzbar zu gestalten. Damit auch Menschen mit einem körperlichen Handicap, wie einer Seh- oder Hörschwäche, die digitalen Inhalte einer Website in vollem Umfang nutzen und verstehen können, verpflichtet das Behindertengleichstellungsgesetz zur barrierefreien Gestaltung von Websites.

Barrierefreie Website Pflicht

Fallstricke der Barrierefreiheit

Eine barrierefreie Website zeichnet sich dadurch aus, dass Menschen mit körperlicher, psychischer und geistiger Behindert oder Einschränkung ohne zusätzliche Hilfsmittel alle Bereiche der Website in vollem Umfang selbstständig nutzen können. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Beispiele vor, die zu eingeschränkter Barrierefreiheit führen können.

Fehlende Navigationshilfen

Werden Überschriften beispielsweise nur über eine „fette“ Schriftart gekennzeichnet, anstatt mithilfe von Überschriften Tags, können Sie von blinden Nutzern nicht identifiziert werden.

Mangelnder Farbkontrast

Informationen, die rein über die Farbe codiert werden, sind für Sehbehinderte Personen mitunter nicht lesbar

Tastaturbedienbarkeit

Elemente, die nur mit der Maus klickbar sind, schließen möglicherweise Menschen mit motorischer Behinderung von der Nutzung aus.

Timout Zeiten zu kurz

Formulare, die in einer bestimmten Zeit ausgefüllt werden müssen, weil ansonsten die Sitzung abläuft, können von älteren oder motorisch behinderten Menschen nicht schnell genug bearbeitet werden.

Was geschieht, wenn Ihre Website nicht barrierefrei ist

Laut WKO stellen Barrieren im Internet eine mittelbare Diskriminierung dar und können auf zivilrechtlichem Wege geklagt werden. Die vermeintlich diskriminierte Person hat die Möglichkeit Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Bevor das Gericht eingeschaltet werden kann, ist allerdings ein Schlichtungsverfahren beim Sozialministeriumsservice verpflichtend zu durchlaufen. Erst wenn in besagtem Verfahren keine Einigung zustande kommt, hat die beeinträchtigte Person Anspruch auf den Ersatz von materiell und immateriell entstandenen Schäden. Als Mindestschadensersatz werden 1.000,00 € als Richtwert genannt.

Unser Angebot

Möchten Sie Ihre Website auf Barrierefreiheit überprüfen lassen oder Ihre neue Homepage barrierefrei gestalten? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage oder Ihren Anruf unter

+43 1 5810130

 

 

Die Cookie Richtlinie

Warum Sie jetzt handeln müssen

Ist Ihnen in letzter Zeit auch aufgefallen, dass zahlreiche Websites neuerdings mit einem Vermerk über die Nutzung von Cookies ausgestattet sind? Die EU-Richtlinie zur Nutzung von Cookies wurde bereits 2011 im europäischen Parlament beschlossen – viel getan hat sich in der Praxis seither aber nicht. Wieso reagieren zahlreiche Websitebetreiber also gerade jetzt?

Cookies – Was ist das eigentlich?

Als Cookie wird eine einfache Textdatei bezeichnet, die von einer Website
auf dem Endgerät des Besuchers gespeichert wird. Darin enthalten sind personenbezogene Cookie Richtlinie in ÖsterreichInformationen über den Nutzer, wie zum Beispiel seine Spracheinstellungen, sein Klickverhalten oder seine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Nutzerkonto.

Was besagt die Cookie Richtlinie in Österreich?

Bereits Ende 2011 wurde die in der EU beschlossene Richtlinie zur Nutzung von Cookies in das österreichische Telekommunikationsgesetz (TKG § 96 Abs. 3) übertragen. Seither sind Websitebetreiber dazu verpflichtet, einen ausdrücklichen Hinweis auf die Verwendung von Cookies auf ihrer Website zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin muss der Websitebetreiber darüber informieren, welche personenbezogenen Daten ermittelt werden, zu welchem Zweck dies geschieht und wie lange die Daten gespeichert werden. Die wesentliche Anforderung der Cookie Richtlinie besteht in der ausdrücklichen Einwilligung des Nutzers zur Ermittlung und Verwendung der per Cookies erhobenen Daten. Dass gerade jetzt zahlreiche Websitebetreiber dazu übergehen, die Cookie Richtlinie zu befolgen, hängt wohl nicht zuletzt damit zusammen, dass Google seit 30. September 2015 die Nutzer zahlreicher Google Produkte dazu verpflichtet, die Cookie Richtlinie der EU umzusetzen.

 

Cookie Richtlinie in Deutschland

Für Deutschland gelten hinsichtlich der Nutzung von Cookies andere Regelungen als in Österreich. Worauf Sie als Websitebetreiber in Deutschland achten müssen, erfahren Sie hier.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Informieren Sie sich bei Ihrer Webdesign Agentur oder Ihrem Webmaster darüber, ob auf Ihrer Website Cookies verwendet werden. Andernfalls geben auch die Browsereinstellungen Aufschluss über die Verwendung von Cookies.
  2. Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenschutzhinweise aktuell sind. Verwenden Sie zum Beispiel Google Produkte wie Google Analytics, ist ein Hinweis auf die Verwendung von Cookies im Impressum verpflichtend.
  3. Falls sie bisher keinen Hinweis auf die Nutzung von Cookies auf Ihrer Website installiert haben, wird es höchste Zeit dies zu tun. Wenden Sie sich dafür an Ihren Webmaster bzw. Ihre Webdesign Agentur oder nutzen Sie diese kostenlose Anleitung.

Was geschieht bei Missachtung der Richtlinie?

Im schlimmsten Fall droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 37.000 Euro, wenn Sie gegen die Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes § 96 Abs. 3 verstoßen. Außerdem bieten Sie durch Missachtung der Richtlinie Ihren Mitbewerbern die Möglichkeit mittels einer Unterlassungsklage gegen unlauteren Wettbewerb vorzugehen.

Nähere Infos zu diesem Thema inkl. Textbeispiele für Ihr Impressum, finden Sie auf der WKO Webseite hier.