Tipps für Webshopbetreiber in der Corona-Krise

Die Weltwirtschaft ächzt unter den schwerwiegenden Folgen der Corona-Krise. Um die Verbreitung des Erregers zu verhindern verordneten Regierungen Maßnahmen von Schließung „nicht-essentieller“ Geschäfte bis hin zu strengen Grenzkontrollen und Ausgangssperren. Hierzulande erleben wir heute die ersten Lockerungen der Maßnahmen: Schrittweise und unter strengen Auflagen.
Auch der Onlinehandel ist von den plötzlichen Einschränkungen betroffen. Laut einer von Statista durchgeführten Umfrage berichten mehr als 50% der befragten Händler davon geschäftlich unter dem Coronavirus zu leiden. Lediglich 9% berichteten von positiven Auswirkungen durch die Krise.

Welche Gefahren birgt die Corona-Krise für den Online-Handel?

Weil mitunter in China riesige Fabriken zum Erliegen kommen, drohen weltweit Produktions- und Lieferengpässe. Doch auch wer lokal produziert, bleibt von den Folgen nicht verschont: Es kommt zu Verzögerungen bei Zustellungen, Geschäfte die einst als Abholstationen fungierten, haben womöglich nicht mehr geöffnet.

Mit finanzieller Unsicherheit sinkt auch die allgemeine Nachfrage nach Einzelhandelsprodukten und damit womöglich auch Ihr Webshopumsatz. Wie die Corona-Krise sich auf unser Suchverhalten auswirkt, haben wir Ihnen letzte Woche zusammengefasst.

Kosten durch Anpassung der Marketingstrategie reduzieren

Ermittlung des Status-Quo
Woraus besteht Ihr digitaler  Marketing-Mix? Verschaffen Sie sich einen Überblick Ihrer aktuellen Marketingmaßnahmen einschließlich Performanceanalyse. Nur so können Sie Verlusten gezielt entgegensteuern und neue Chancen erkennen.

Pay-per-Click-Budget effizient managen
Ihre Anzeigen werden weiterhin ausgeliefert, die Klicks bleiben jedoch aus? Identifizieren Sie kostenintensive Keywords mit sinkendem Suchvolumen, um Kosten möglichst gering zu halten. Setzen Sie stattdessen mehr auf Keywords mit hoher Konversionswahrscheinlichkeit und profitieren Sie von den momentan niedrigen Klickpreisen. Treffen Sie allerdings die Entscheidung, Ihre Kampagnen zu pausieren, müssen Sie mit erhöhten Klickpreisen in der erneut erforderlichen Einlernphase Ihrer Anzeigen rechnen.

Ausbleiben von Google Ads Klick
Eine Gebotsanpassung bei bestimmten Keywords hilft Adspend zu reduzieren wenn die Klicks ausbleiben

Mehr Fokus auf SEO
Besonders jetzt empfiehlt es sich vorausschauende Maßnahmen zur Auffindbarkeit auf Suchmaschinen in die Wege zu leiten. Die Suchmaschinenoptimierung verursacht keine laufenden Kosten und ist zudem im Gegensatz zur bezahlten Anzeigenschaltung, nachhaltig. Wie gut Ihr Webshop auf Google auffindbar ist, erfahren Sie über unsere kostenlose SEO-Analyse.

Neue Möglichkeiten zur Kundenansprache erkennen
Verknüpfen Sie Ihren Webshop mit dem Merchant Center. So erscheinen Ihre Produkte nach gezielter Suche im Google Shopping Feed.
Eine Retargeting-Kampagne ermöglicht Ihnen mit Ihren treusten Kunden wieder in Kontakt zu treten. Eine gründliche Analyse der Zugriffe auf Ihren Webshop liefert Auskunft darüber, wer Ihre Kunden sind und wie sie zu Ihnen kommen.

In unsicheren Zeiten Hilfe anbieten

Geteiltes Leid ist halbes Leid! Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie auch in schwierigen Zeiten für sie da sind. Steht Ihr Webshop derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung, sollten Sie dies auf keinen Fall verheimlichen.
So können Sie Ihren Kunden bei der Nutzung Ihres Webshops entgegenkommen:

Im Dialog bleiben
Informieren Sie Ihre Kunden noch vor dem Check-Out über eventuelle Verzögerungen durch Produktions- oder Lieferengpässe. Geben Sie Auskunft über Ihre Erreichbarkeit und reagieren Sie Zeitnah auf Anfragen. Besonders in diesen Zeiten will sich keiner allein gelassen fühlen.

kartonstapel in wohnzimmer
Informieren Sie Ihre Kunden im vorhinein über eventuelle Verzögerungen

Vertrauen schaffen
Vor allem im internationalen Versand kommt es zu Liefereinschränkungen und Verzögerungen. Verschiedene Lieferanbieter stellen Pakettracking zur Verfügung. Sofern vorhanden, sollten Sie diese Trackingnummer der Bestellung beilegen. Auch eine Versandbestätigung per E-Mail hilft dabei, die voraussichtliche Ankunft einer Lieferung einzuschätzen.
Zeigen Sie Ihren Kunden, dass ihre Gesundheit Ihnen ebenso am Herzen liegt und bieten Sie eine Möglichkeit zur Kontaktlosen Übergabe an. Gütesiegel, wie dieses von Trusted Shops garantieren auch in Krisenzeiten einen sichere Kaufabwicklung.

Rabatte und Aktionen
Schaffen Sie neuen Lagerplatz indem Sie weniger beliebte Produkte zu einem vergünstigten Preis anbieten. Erlassen Sie Ihren Kunden ab einem Mindestbestellwert die Lieferkosten oder verlängern Sie die Rückgabefrist und Umtauschbedingungen, um ihnen noch mehr entgegenzukommen.

Online Zahlung via Kredit Karte
Online-Händler bieten in der Corona-Krise verstärkt Produkte zu Aktionspreisen an um Umsatzverlusten entgegenzuwirken.

Unterhalten
Die Corona-Krise sorgt für einen Social Media Boom. Immer mehr Unternehmen greifen auf Storytelling zurück, um mit Ihrer Zielgruppe zu interagieren. Eine gute Social Media Strategie erlaubt auch E-Commerce Händlern ihre Inhalte in den richtigen Kanälen zu veröffentlichen und Umsätze zu steigern. Zeitgleich profitieren Sie von einer zusätzlichen Reichweite durch den Netzwerkeffekt.

Eine Zeit nach Corona: Entscheidungen vorausschauend treffen

Vorbestellungen ermöglichen
Ermöglichen Sie in Ihrem Webshop Vorbestellungen, können Sie Ihre Produkte trotz Einschränkungen zu einem späteren Zeitpunkt anbieten. Vermeiden Sie jedoch leere Versprechen! Wie schnell können Sie Ihren Betrieb wieder hochfahren und ist die notwendige Kapazität um den Bestellungen nachzukommen gegeben?

Frühjahrputz
Befindet sich Ihr Webshop auf dem neusten Stand? Ausbleibende Sicherheitsupdates verursachen Sicherheitslücken mit ärgerlichen Folgen für Käufer und Betreiber. Ebenso erweisen sich veraltete Shopsysteme oft als wartungs- und somit kostenintensiv. Rüsten Sie Ihren Webshop jetzt mit einem Versionsupgrade auf oder verpassen Sie ihm überhaupt einen neuen Anstrich und überraschen Sie Ihre Kunden mit einem frisch überarbeitetem Design.

katze auf kartons
Auch wenn Sie derzeit nur eingeschränkt operieren, lohnt es sich Ihren Webshop für die Zeit nach der Krise aufzubereiten um den Betrieb optimal wieder aufnehmen zu können.

Mein Webshop profitiert von der Corona-Krise
Ist Ihre Branche nicht von der Krise betroffen, haben Sie vermutlich momentan mehr als genug zu tun. Steigender Bedarf ist ebenfalls ein guter Grund seine digitale Werbestrategie auf neue Chancen zu überprüfen. Gehen Sie außerdem sicher, dass Ihre Serverkapazität der steigenden Anzahl von Zugriffen standhält und erweitern Sie diese falls notwendig.

 

Sie würden Ihre Produkte gerne Online vertreiben oder benötigen Unterstützung bei der Wartung Ihres Webshops? Sie betreiben bereits einen Webshop und möchten Ihren Umsatz mit Suchmaschinenmarketing steigern?

Rufen Sie uns unter 01/5810130 an oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht!

Wie Sprachassistenten sich auf SEO auswirken

"Ok Google" - Wie Sprachassistenten sich auf SEO auswirken
Wie oft nutzen Sie die Spracheingabe auf Ihrem Smartphone?

„Wie kann ich behilflich sein?“

Die erste Sprachassistentin mit der ich Bekanntschaft machen durfte, stellte sich im Jahr 2012 bei mir als Siri vor. Noch jung und unaufmerksam, musste man sie damals noch per Home-Button aus ihrem Schlummer wecken, bevor es zu einem Gespräch kam. Beeindruckt lauschte ich ihrer Stimme, die bei weitem nicht so robotisch und unnatürlich klang wie ich es bisher von Navigationsgeräten gewohnt war. Umso entzückter war ich dann, als sie meine Fragen nicht nur mit Witz und Geduld beantwortete, sondern ab und zu auch Konter gab. Ich fragte sie nach HAL 9000, dem intelligenten Boardcomputer aus Kubricks Kultfilm – 2001: Odyssee im Weltraum. Natürlich hat Siri eine humorvolle Antwort parat, wenn es um andere Künstliche Intelligenzen (KIs) geht. Dass Cortana in Microsofts Computerspielklassiker „Halo“ mit wachsendem Wissen bösartige Charakterzüge annimmt und sich im Laufe ihrer Betriebszeit in Richtung Selbstzerstörung bewegt, lässt sie unkommentiert. Höflich bittet sie mich meine Frage zu wiederholen. Ich frage Siri nach der Uhrzeit in Seattle und komme zum Fazit, dass diese KI die Weltherrschaft momentan noch nicht im Visier hat. Kurz darauf folgt Suchmaschinenriese Google mit einem eigenen Sprachassistenten für Android Systeme, „Google Now“. Bald gesellt sich auch Smartphone Hersteller Samsung dazu, dessen Geräte von dem Zeitpunkt an alle mit dem Spracherkennungsprogramm „Voice S“ ausgestattet werden.

„Hello, Google!“

Sprachassistenten haben seitdem einiges dazugelernt. 2015 stellt Online-Großhändler Amazon der Welt seine „Alexa“ vor. Zeitgleich, stattet Microsoft das Windows Phone und Betriebssystem Windows 10 mit der persönlichen Assistentin „Cortana“ aus, eine Hommage an die beliebte „Halo“-Reihe. Über den simplen Befehl einen Anruf zu starten oder einen Song in der Playlist zu überspringen, sind Mobile Sprachassistenten längst herausgewachsen. An Stelle der traditionellen Eingabe eines Suchbegriffes über die Tastatur, werden mittels Spracheingabe Lebensmittel bestellt, Urlaube samt Flug gebucht und sogar die Sprinkleranlage im Garten bedient. Die verstärkte Nutzung der Spracheingabe liegt laut Google daran, dass die KI hinter der Spracherkennung in den letzten Jahren um ein Vielfaches zuverlässiger geworden sei. Verglichen mit 2013, ist Spracherkennungssoftware heute um 95% akkurater. Eine Studie ergibt: Verbale Befehle sind Komfortabel! Befragte haben das Gefühl schneller und einfacher an Information oder Antworten auf ihre Fragen zu kommen. Über die Hälfte der Befragten hat einen virtuellen Sprachassistenten in einem Gemeinschaftsraum platziert, wo er allen Mitbewohnern zur Verfügung steht. 72% der Teilnehmer nutzen Sprachassistenten als Teil ihrer täglichen Routine, während 41% dabei sogar das Gefühl haben mit einem Freund oder einer anderen realen Person zu sprechen. Was sich Besitzer virtueller Sprachassistenten von diesem erhoffen, ist besonders interessant:

Google/Peerles Insights: "Voice-Activated Speakers: People's Lives Are Changing"
Immer mehr Menschen nutzen Virtuelle Assistenten im Alltag

Muss ich Sprachassistenten in meiner SEO-Strategie berücksichtigen?

Eine Prognose besagt, dass bis 2020 mehr als die Hälfte aller Suchanfragen mittels Spracheingabe erfolgen werden. Allein deswegen macht es Sinn, sich zumindest Gedanken darüber zu machen, ob Ihre Websitebesucher dieser wachsenden Gruppe ebenfalls angehören. Während wir über die Jahre „Googlen“ gelernt haben, indem wir kurze, allgemeine Suchbegriffe und Schlagwörter verwenden, bedient sich die Spracheingabe meist ganzer Sätze oder lang ausformulierten Fragen. Die steigende Popularität von Sprachassistenten wird mit großer Sicherheit Auswirkungen auf die Entwicklung der Suchmaschinenoptimierung haben. Darüber, welchen Effekt Siri und Co. auf die Organische und bezahlte Suche hat oder wie sich die Social Media Landschaft auf Grund intelligenter Sprachassistenten verändern wird, können wir derzeit nur spekulieren.

„Wie?“, „Was?“ und „Wo?“

Wie bereits erwähnt, unterscheidet sich die gesprochene Suche im Aufbau schon in der Länge und Formulierung der Suchanfrage. Die meisten Suchanfragen mittels Spracheingabe beginnen mit klassischen „Fragewörtern“. Wollen Sie auf Sprachsuche optimieren, stehen Sie bei der Keywordrecherche vor einer neuen Herausforderung.  Zwar müssen auch Wortkombinationen ausgearbeitet werden, jedoch weichen diese von dem klassischen Long-Tail Keyword ein wenig ab. Hier geht es weniger darum, verschiedene Variationen der Umschreibung zu ermitteln, sondern eher den natürlichen Satzbau zu berücksichtigen. Viele Unternehmen beantworten häufig gestellte Fragen direkt auf Ihrer Website. Nutzen Sie die Möglichkeit den Content unter diesem Navigationspunkt so zu formulieren, dass er auf die natürliche Sprache optimiert ist.
Momentan gibt es noch keine Möglichkeit zu erkennen, welche Websitebesucher über eine Sprachsuche auf Ihre Website gekommen sind. Jedoch gab es schon Hinweise darauf, dass Google diese Funktion bald implementieren könnte.

Anlegen von strukturierten Daten

Die sprachgesteuerte Suche wird meistens dazu verwendet, unterwegs Informationen über physische Orte in Erfahrung zu bringen. Besitzen Sie eine Pension am Attersee, werden potentielle Gäste zu Hause möglicherweise nach „Pension Attersee“ suchen. Geben diese ihre Suche wiederum auf der Durchfahrt per Spracheingabe ein, lautet die Suchanfrage wahrscheinlich eher: „Pension in meiner Nähe finden“. Suchmaschinen können bei so einer Suche die GPS-Daten des Mobiltelefons zur Hilfe nehmen. Dabei werden die On-Page Keywords nicht miteinbezogen.

Um auf solche Sprachsuchen zu reagieren, wendet sich die Suchmaschine häufig an „Google My Business“-Einträge. Ist die Information in Ihrem „Google My Business“-Eintrag nicht vollständig, beziehungsweise nicht aktuell, stehen die Chancen über Sprachsuche gefunden zu werden schlecht. Nehmen Sie sich die Zeit, eine möglichst relevante Beschreibung auszuformulieren und die richtige Kategorie zu auszuwählen. Achten Sie darauf Ihre Öffnungszeiten, sowie Ihre Addresse und Telefonnummer in Ihrem „Google My Business“-Eintrag mit bestehenden Daten im Netz zu vergleichen. Einheitliche Information und das Anlegen strukturierter Daten wird von Suchmaschinen bekanntlich belohnt und beeinflusst die Vertrauenswürdigkeit Ihres Unternehmens, sowie Ihre Platzierung in Suchresultaten. Das Hochladen einer Sitemap erleichtert dem Googlebot Websites zu crawlen und deren Inhalt besser zu verstehen. Der Suchmaschinenriese stellt außerdem eine Markup-Hilfe für strukturierte Daten zur Verfügung. Dieses Tool gibt nicht nur Auskunft darüber, welcher Content sich für die Strukturierung eignet, sondern hilft auch bei der Erstellung des richtigen HTML-Codes.

Google Structured Data Markup Helper
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen den Inhalt von Websites besser zu verstehen

Alles zu seiner Zeit, aber Mobile First!

Per Spracheingabe, wird in der Regel von mobilen Endgeräten aus gesucht. Landet der User auf einer für Mobilgeräte schlecht optimierten Seite riskiert man, dass er so schnell wieder geht, wie er gekommen ist. Unabhängig davon, ob sprachgesteuerte Suchvorgänge die klassische Google Suche eines Tages ablösen, raten wir unseren Kunden ihre Inhalte unbedingt auch an kleinere Bildschirme und Tablets anzupassen. Mobile Optimierungsmaßnahmen, wie die Verbesserung der Ladezeit und Responsive Design, sind in der SEO heutzutage Standard: 64% aller Google Suchen gehen nämlich von Smartphones aus. Ausschließlich auf sprachgesteuerte Suchvorgänge zu optimieren wäre jetzt noch etwas voreilig, jedoch wirken sich die oben erwähnten Bemühungen im Allgemeinen positiv auf die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens in Suchresultaten aus und sollten Teil jeder guten SEO-Strategie sein.

Sehbehinderte User und Analphabeten bedienen ihre Geräte schon lange überwiegend per Sprachbefehl. Gestalten Sie Ihren Webauftritt daher so barrierefrei wie möglich und versehen Sie auch Videos und Bilder mit deskriptiven Beschreibungen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für diese Elemente der klassischen Suchmaschinenoptimierung – So kann der Optimierung Ihrer Website für die Suche über Sprachassistenten nichts mehr im Wege stehen! Wie es mit Siri und Co. nun weiter geht, steht derzeit noch in den Sternen.

Bis dahin, stehen wir Ihnen in Sachen SEO weiterhin zur Verfügung und unterstützen Sie dabei Ihre Website auf Googles berühmte 1. Seite zu bringen. Profitieren Sie von unserem SEO Summer Sale und genießen Sie 15% auf unseren SEO IXtarter, sowie weitere Pakete!

Unser Expertenteam betreut seit 10 Jahren zufriedene Kunden im IT-, Webentwicklungs- und Marketingbereich. Rufen Sie uns unter 01/581 0130 an oder hinterlassen Sie uns eine Nachricht.

 

Google optimiert Google Ads-Konten bei ausbleibendem Opt-out automatisch

Google geht in die Ads Offensive. Neuerdings versendet der Internetriese vereinzelt E-Mails an Inhaber eines Google-Ads Kontos, um Ihnen mitzuteilen, dass Google sich in Zukunft selbstständig um die „Optimierung“ der Kampagnen kümmern wird, wenn die Kunden sich nicht binnen 7 Tagen explizit dagegen entscheiden. Dies ist nicht der erste Versuch von Google, mehr Zugriff auf die Ads-Konten Ihrer Kunden erhalten. Eine solche Dimension hatten die Eingriffe bisher jedoch nicht.

Welche Änderungen wird Google in Zukunft selbstständig durchführen?

Die Neuigkeiten machten die Runde, nachdem Aaron Levy von der Firma Elite SEM bei Twitter einen Ausschnitt der Google-Ads E-Mail veröffentlichte:

Laut Ankündigung können in folgenden Bereichen Änderungen von “Google Ads-Experten” durchgeführt werden:

  • Änderungen von Keywords
  • Änderungen von Anzeigentexten & Anzeigenerweiterungen
  • Umstrukturierung von Anzeigengruppen & Kampagnen
  • Gebotsanpassungen innerhalb eines vom Kunden definierten Budgets

Es werden also keine Budgetänderungen durch die “Google-Experten” vollzogen und die Möglichkeit zum „Opt-out“ besteht auch nach Beginn der Optimierungsmaßnahmen weiterhin, was im Grunde genommen eine Selbstverständlichkeit darstellt. Praktischerweise liefert Google den Adressaten der Emails die Vorteile durch die Optimierung der „Google-Ads Experts“ gleich mit:

  • Expertenwissen, das sich aus der Erfahrung bei der Optimierung von über 800.000 Google Ads Konten speist
  • Das Aufsetzen und die Aktivierung von „advanced Features“ in der Ads Oberfläche
  • Detaillierte Einblicke in die Auswirkungen der von Google durchgeführten Änderungen

Schön und gut – denkt sich der Ads-Konto Besitzer. Wo ist der Haken?
Der findet sich im Disclaimer der besagten E-Mail:

“Google doesn’t guarantee or promise any particular results from implementing these changes, including impact on your campaign performance or spend.”

Google möchte sich also nicht darauf festlegen, dass durch die Optimierungen der Experten auch nachweislich verbesserte Kennzahlen sichtbar werden. Auch ist bisher nicht klar, ob die “Google-Ads-Experten” tatsächlich Mitarbeiter von Google sind, oder ob diese von externen Agenturen kommen und nur für dieses Projekt eingesetzt werden. Google äußerte sich bisher nicht selbst zu dieser Maßnahme und deren Konsequenzen.
Dass Google dieses Angebot nicht aus reiner Nächstenliebe unterbreitet, liegt jedoch auf der Hand. Welche Beweggründe hat Google also, wenn Sie sich der zeitaufwändigen Aufgabe widmen, die Google Ads Konten Ihrer Kunden zu durchforsten und zu optimieren?

Warum macht Google dieses Angebot?

  1. Finanzielle Gründe – Google Ads ist der Ort, an dem Google einen Großteil seines Geldes verdient. Je besser die Performance der Google-Ads Konten, desto zufriedener die Kunden. Zufriedenere Kunden bleiben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch langfristig Kunden und investieren potentiell auch höhere Summen in Google-Ads, wenn diese erfolgreich performen.
  2. Geschäftspolitische Gründe – Google ist zwar auch ohne direkten Zugriff auf Google-Ads Konten in der Lage, gewisse Daten auszuwerten und somit einen Überblick über die ca. 800.000 Google-Ads Konten zu gewinnen. Ein direkter Zugriff auf die Konten ermöglich jedoch eine noch weitaus detailliertere Analyse der Ads-Konten und kann Antworten auf diverse Fragen zur Nutzung von Google-Ads beantworten: Welche Anzeigenerweiterungen nutzen die Kunden am meisten, welche Anzeigenformate performen am besten, wo liegen häufige Fehlerquellen in der Anzeigenerstellung? Die Einsichten und Daten, die Google damit sammeln kann, sind buchstäblich Gold wert.

Sollte ich Google meine Ads steuern lassen?

Eine abschließende Beurteilung dieser Frage möchten wir nicht liefern. Als Dienstleister in den Bereichen SEO und SEA sind wir in dieser Hinsicht natürlich nicht gänzlich unvoreingenommen. Unsere Einschätzung möchten wir Ihnen aber nicht vorenthalten:

  1. Das Hauptziel der Google Experts besteht darin, ihr Budget so weit wie möglich auszunutzen. Das Hauptziel einer professionellen Agentur besteht hingegen darin, Ihr Budget so effizient wie möglich einzusetzen.
  2. Die „Google-Experten“, mit denen wir als Agentur bisher in Kontakt getreten sind, waren in der Regel gut geschulte und freundliche Mitarbeiter.  Sie hatten jedoch kein tieferes Verständnis von Kampagnenmanagement, sondern konnten lediglich mithilfe von einfachen Checklisten gängige Probleme lösen.
  3. Die „Google-Experten“ haben keinerlei Einblicke in Ihre Geschäftsprozesse, sie kennen weder Ihre Zielgruppe, noch kennen Sie Ihre Gewinnmargen. Ohne detaillierte Kenntnisse über Ihr Unternehmen kann eine kosteneffiziente und zielgruppengenaue Kampagnenplanung kaum gelingen.

Am Ende bleibt es natürlich jedem Werbetreibenden selbst überlassen, ob er den „Google-Experten“ seine Kampagnen überlassen möchte oder nicht. Wer das nicht möchte, kann das Angebot innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt der besagten E-Mail mit einem Klick auf den darin enthaltenen Link ablehnen. Unentschlossenen können wir die Diskussion auf dem SEO Roundtable über diese Thematik ans Herz legen.

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