Web(design) Trends 2021

Die Weiterentwicklung von Web(design) Trends geht für gewöhnlich neue Wege. Dieses Jahr scheint sich die Design-Community aber eher auf die Realität zu konzentrieren, wie sich in folgenden Beispielen zeigt.

Das letzte Jahr hat uns vieles gelehrt, so auch das selbst die größten Internetverächter dazu übergegangen sind, sich mehr mit Webseiten auseinander zu setzen. Durch Home-Office und diverse Lockdowns hat sich auch die Geschwindigkeit, in welcher Menschen ihren Content konsumieren, verlangsamt. Durch diese Entwicklung wird schnell klar, dass Webseiten als Bestandteil unseres Alltages, mehr als nur reine Informationsquellen darstellen. Dies schlägt sich auch in der Funktionalität und im Design nieder.

Parallax-Effekte
Informationen auf mehreren Ebenen:

Der Parallax-Effekt auf Webseiten ist bei weitem kein neuer Trend. Ganz im Gegenteil! Der Einsatzbereich hat sich jedoch um einiges erweitert. Wo dieser Stil in den letzten Jahren eher im Bereich von mehrschichtigen Bannern anzutreffen war, dient dieser Effekt heute immer mehr als effektives Storytelling-Hilfsmittel. Durch das Herunterscrollen auf Webseiten und der Darstellung von Informationen auf mehreren Ebenen kann man den User auf eine interaktive Reise mitnehmen.


(Credit -> https://webflow.com/web-design-art-history)

Doch was versteht man genau unter einem Parallax-Effekt?
Stellen sie sich vor, sie sitzen im Auto und beobachten die vorbeiziehende Landschaft. Durch Gegenstände im Vorder- wie auch im Hintergrund kann das Auge Tiefe Wahrnehmen. Fahren dann auch noch andere Autos bei unterschiedlicher Geschwindigkeit durchs Bild, kann die Stimmung beinahe Surreal wirken. Nach diesem Prinzip funktioniert auch der Parallax-Effekt auf Webseiten. Durch Objekte auf mehreren Ebenen, welche sich während des Herunterscrollen auch noch unterschiedlich schnell bewegen, entsteht ein optisch ansprechender Effekt, der sich vielseitig einsetzen lässt. Der Anwendungsbereich reicht von der einfachen Banner-Animation, bis hin zum ausgefeilten Storytelling über die gesamte Webseite.

Gedeckte Farben
Balsam für die Augen:

Während in den letzten Jahren der Trend immer mehr in Richtung auffällige, kräftige Farben ging, steuert der aktuelle Zeitgeist eher in die entgegengesetzte Farbwelt. So sind 2021, gedeckte Farben das Mittel der Wahl und dienen in ihrer angenehmen Erscheinung einer ansprechenden Präsentation von Inhalten auf Webseiten quer durch die Branchen. Gedeckte Farben können sowohl helle als auch dunkle Nuancen sein. Besonders beliebt sind Grau, Schwarz, Braun, Beige, Dunkelblaue, Creme oder Graugrün. Oftmals fallen gedeckte Farben eher auf den zweiten Blick auf, wirken aber niemals unpersönlich oder gar bescheiden. Für ein harmonisches Gesamtbild lassen sich sowohl helle als auch dunkle Farbabstufungen miteinander kombinieren. Kombiniert mit schlichten, weißen Elementen sorgen sie für ein optisches Highlight auf jeder Webseite – egal ob Sie eine Gesichtscreme oder Bio-Möbel bewerben wollen.

(Credit -> https://www.grueneerde.com)

Fragebögen 2.0
Treffen Sie ihre Wahl:

Durch die täglich steigende Anzahl von Webseiten, sind die ersten Sekunden für den User im sogenannten Onboarding-Prozess (=Erwägungsphase/Consideration Phase?) ausschlaggebend. Verweilt der User etwas länger oder erfolgt ein schneller Absprung? Wie kann man die Verweildauer im Falle einer hohen Absprungrate erhöhen? Man gibt dem Besucher etwas zu tun.

Dafür platzieren immer mehr Unternehmen interaktive Fragebögen auf Ihren Webseiten. So vermitteln sie Usern dass Ihre individuelle Meinung durchaus gefragt ist – ein wichtiges Merkmal von eines guten Kundensupports. Zeitgleich stellen Fragebögen/Questionnaires wichtige Marketingtools zur Akquise Wertvoller Leads dar.

Neben einer professionellen Präsentation, kann hier auch die Fragestellung entscheidend sein. Fühlt sich der User angesprochen, ist mit einer höheren Interaktionsrate zu rechnen und Ihre Fragen werden eher von der für Ihr Unternehmen relevanten Zielgruppe beantwortet

(Credit -> https://dribbble.com/shots/7365753-Fasting-Quiz)

Die Herausforderung an den Designer liegt in diesem Fall an der Kreation von Landingpages, die den User in einer animierten Abfolge durch die Befragung führen; im Gegensatz zu den statischen Umfragen, denen man bisher in diversen Headern begegnet ist.

Dieser Trend ist in den letzten Jahren leise angelaufen und wird uns aufgrund des wachsenden Anspruchs an UX-fokussiertem Design kontinuierlich begleiten.

Faster is better
Schnelle Webseiten:

In Zeiten von Glasfaser und 5G-Ausbau werden die Internetverbindungen nicht nur stabiler, sondern auch deutlich schneller. Konsequent verringert sich die Ladezeit von Webseiten. Dies führt bzw. verführt Designer oft dazu, große Bilder und aufwändige Animationen in Ihr Konzept aufzunehmen. Nichtsdestotrotz, sollte man stets die Auswirkungen auf die Gesamtperformance im Hinterkopf bewahren.

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat sich einen positiver Lighthouse Score als Ranking Kriterium für die optimale Sichtbarkeit in Suchergebnissen etabliert. Mit Einführung des Mobile-First-Indexing will Suchmaschinenriese Google garantieren, dass auch Smartphone-User mit einer nicht so schnellen Leitung uneingeschränkt auf Webseiten zugreifen können. Die Ladezeit spielt daher besonders auf mobilen Endgeräten eine wichtige Rolle. Hier muss im Unternehmen abgewogen werden, inwiefern Designentscheidungen die Ladezeit beeinträchtigen. In der Regel ist ein geringerer Pagespeed verkraftbar, wenn ausreichend andere SEO-Kriterien erfüllt wurden. Wir setzen bei unseren Projekten stets auf Zielgruppengerechte, CI-konforme Designs.

Weg mit den Stockfotos
Her mit Illus und Vektorgraphiken:

Einer der wichtigsten Pfeiler in der Kreation von Content sind aussagekräftige Grafiken. Auch Ihnen ist bestimmt schon das eine oder andere Stockfoto wiederholt untergekommen. Oft greifen Webseitenbetreiber auf dieselben online Bilderdatenbanken zu. Werden Grafiken innerhalb einer Webseite mehrmals wiederverwenden, sieht man sich besonders schnell an Ihnen satt.

Allerdings wachsen auch online Bilderdatenbanken mit dem steigenden Bedarf an hochwertigen Grafiken. Immer mehr Unternehmen wollen nicht nur repetitive Inhalte vorbeugen, sondern legen auch zunehmend Wert darauf Ihre grafischen Inhalte unter Berücksichtigung des Webdesigns auszuwählen.

Gelegentlich werden Lizenzen erworben, um dem visuellen Einheitsbrei entgegenzusteuern.

Ein weiteres immer mehr eingesetztes Mittel zur Unterstützung und besserem Transport von Informationen sind Illustrationen bzw. Vektorgrafiken. Wo sich ein Bild gut als Banner eignet, können gerade kleine Grafiken das Augenmerk auf bestimmte Inhalte lenken. Sofern im Projektbudget berücksichtigt, setzen Webdesigner oft auf eigens kreierte, individualisierte Vektorgrafiken und Icons.

(Credit – freepik.com)

A oder B – Was soll es sein?
Einfach mal testen:

Ein weiterer Trend, der sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert hat, ist das sogenannte A/B-Testing. Denn was einem User gefällt, muss nicht zwangsläufig einem anderen gefallen.
Besonders rigoros werden verschiedene Darstellungen auf Social-Media Diensten und Online Marktplätzen getestet.
So findet es auch im Webdesign seinen Einsatz. Zum Beispiel werden von Landingpages zwei voneinander abweichende Versionen erstellt. Hier geht es aber nicht um große Veränderungen. Es sind es eher auf den ersten Blick unwichtig wirkende Dinge, wie die Platzierung eines Buttons, dessen Farbe oder Beschriftung. Ob und wieviel dies eine Rolle bezüglich des Webdesigns spielt, kann man eben genau in A/B Tests herausfinden.

So bekommt eine bestimmte Usergruppe die abweichende Version präsentiert. Unter Zuhilfenahme einer speziellen Software kann dann statistisch dargestellt werden, welche Variante sich bei den potenziellen Kunden als nutzerfreundlicher herausstellt. Der „Gewinner“ der Varianten wird dann als Basis für zukünftige Weiterentwicklungen verwendet. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass die User natürlich davon nichts mitbekommen, da sonst das Ergebnis abgefälscht wird.

Was ist auch 2021 noch im Fokus?

Oft als das Gleiche bezeichnet, unterscheiden sich die Begriffe UI und UX grundlegend. Das UI also das „User Interface“ bezeichnet vereinfacht die Schnittstelle zwischen dem User und der Maschine. Im Bereich des Webs also das Ausgabegerät wie z.B. Bildschirm, Smartphone oder Tablet.
Die UX hingegen beschäftigt sich wie der Name bereits sagt mit der „User Experience“, also mit der Benutzererfahrung beim Bedienen der Webseite. Diese Themen sind seit WEB 2.0 ein Begriff und werden auch 2021 noch weiter in den Fokus rücken.

Oft als das Gleiche bezeichnet, unterscheiden sich die Begriffe UI und UX grundlegend. Das UI also das „User Interface“ bezeichnet vereinfacht die Schnittstelle zwischen dem User und der Maschine. Im Bereich des Webs also das Ausgabegerät wie z.B. Bildschirm, Smartphone oder Tablet.
Die UX hingegen beschäftigt sich wie der Name bereits sagt mit der „User Experience“, also mit der Benutzererfahrung beim Bedienen der Webseite. Diese Themen sind seit WEB 2.0 ein Begriff und werden auch 2021 noch weiter in den Fokus rücken.


Wichtige Punkte sind hier:

Responsive Design
Auch wenn es eigentlich schon als Web-Standard angesehen wird, ist responsive Design bei vielen Webseitenbetreibern nicht wirklich angekommen. Bei unseren Recherchen stoßen wir oft auf Webseiten von größeren Unternehmen, bei denen man automatisch davon ausgehen würde, dass diese auch darauf achten, ihren Content für alle Endgeräte zur Verfügung zu stellen. Leider wird man beim Testen auf verschiedenen Bildschirmgrößen und Auflösungen oft des Besseren belehrt. Findet die Programmierung auf veralteten Systemen oder Engines statt, kann dies nicht nur die UX für Besucher beeinträchtigen: Es entstehen potentielle Sicherheitsrisiken für User, sowie Betreiber. Hier gilt es also auch 2021 noch Aufklärungsarbeit zu leisten.

Informations-Optimierte Webseiten
„Viel hilft viel“ ist das Motto von manchen Webseiten. In der Praxis, ist Weniger jedoch manchmal Mehr. Der User muss gezielt und ohne Ablenkungen zur Information geführt werden. Bei vielen Websites ist daher zu einem Frühjahrsputz zu raten. Findet der User die gesuchte Information nicht binnen weniger Sekunden, droht der schnelle Absprung. Der Fokus sollte in diesem Fall auf die Maximierung der Verweildauer gesetzt werden.
Zusammenfassend können zur Förderung der UX folgende Themen genannt werden:

  • Farbverläufe
  • Grid Design
  • OnePager
  • Klares Schriftbild
  • Flat-Design mit 3D Elementen
  • Parallax Effekt
  • Serifen-Schriften
  • Nature Design
  • Bewegte Bilder
  • Individuelle Bilder und Grafiken

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Mit der richtigen Projektmanagement-Methode zum Ziel (Teil 1)

Symbolbild Projektmanagement

Im letzten Jahr konnten viele Unternehmen ihre Anpassungsfähigkeit in Krisenzeiten beweisen. Dank professioneller IT-Betreuung fiel einigen der Umzug ins Home-Office leichter als anderen. Die Pandemie hat allerdings auch innovationsresistente Geschäftsführer dazu gezwungen ihre digitalen Prozesse zu optimieren um den alltäglichen Workflow so gut es geht aufrecht zu erhalten.
Die Einführung neuer Kommunikationskanäle und das Wegfallen persönlicher Treffen, stellen selbst für eingespielte Teams bei der Abwicklung von Projekten eine neue Herausforderung dar. In dieser Serie erfahren Sie welche gängigen Projektmanagement Methoden sich im Laufe der Jahre etabliert haben und warum es sich vor allem jetzt lohnt (auch gut eingespielte) Prozesse neu zu definieren.

Projektmanagement: Wie, Wer und Warum?

Grob vereinfacht, kann man die Planung, Steuerung, Kontrolle und letztendlich den Abschluss von Projekten allgemein als Projektmanagement beschreiben. Unabhängig von der verwendeten Projektmanagement Methode, haben sich gewisse Begriffe mit der Zeit standardisiert und sollten immer berücksichtigt werden.

Im gesamten Projektverlauf liegt die Hauptverantwortung beim Projektmanager (Projektleiter). Dieser beaufsichtigt die verschiedenen Projektphasen, angefangen von der Definition und Projektplanung, über die Durchführung und Kontrolle bis hin zum Projektabschluss (und unter Umständen auch -abbruch)! Um die Erwartungen des Auftraggebers (Stakeholder) erfüllen zu können ist es erforderlich, dass der Projektmanager sich des Gesamtumfangs des Projektes bewusst ist. Er behält nicht nur das freigegebene Budget im Auge, sondern ist in der Planung bereits stark involviert, um personelle sowie finanzielle Ressourcenkonflikte vorzubeugen. Zeitgleich steht er in direktem Kontakt mit dem Auftraggeber um auch zwischen Projektphasen Bericht zu erstatten und eventuelle Abweichungen in detaillierten Reports transparent zu dokumentieren.
Der Projektmanager fungiert als Schnittstelle zwischen Auftraggeber und das für die Abwicklung erforderliche Personal. Neben der Fähigkeit auch unter Zeitdruck belastbar zu sein wird von ihm auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz erfordert, da die richtige Kommunikation nicht nur für die Konfliktlösung notwendig ist, sondern auch die Motivation im Team zentral beeinflussen kann. Umfassende Kenntnis des Projektumfelds ermöglichen neben der Einhaltung von Deadlines und letztendlich Projekterfolg die optimale Nutzung des Budgets.

Klassisches vs. Agiles Projektmanagement

Symbolbild Staffellauf
Für das Initiieren, Planen, Steuern und Controlling von Projekten haben sich über die Jahre verschiedene Methoden etabliert.

Während man sich beim klassischen Projektmanagement einem monolithischen, von der chronologischen Reihenfolge der Aufgaben abhängigen Methode bedient, fürchtet man sich beim agilen Vorgang nicht davor Prozesse und wichtige Meilensteine auch mitten im Verlauf neu zu definieren.
Im klassischen Projektmanagement wird schrittweise, nach einem fixen Zeitplan auf ein vordefiniertes Ziel hingearbeitet. Kommt es zu Abweichungen, etwa durch  einen unvorhergesehenen finanziellen Engpass), werden diese in der Regel nach dem Projektabschnitt berücksichtigt und im nächsten Abschnitt mit eingeplant. Ein guter Projektmanager hat vor dem Start bereits ausreichend Puffer für eventuelle Verspätungen mit eingeschätzt.

Agile Methoden sind in der Anwendung weniger statisch. Bei der Software Entwicklung können sich Projektanforderungen noch während eines Projektes ändern. Um optimal darauf zu reagieren, hat man sich von einer linearen Projektabwicklung entfernt. Wer jetzt denkt Softwareentwickler würden unstrukturiert in den Tag hineinarbeitet, liegt falsch! Zwar ist im agilen Projektmanagement häufig „der Weg das Ziel“ – professionelle Entwicklerteams müssen allerdings (neben einem hohen Maß an Eigenverantwortung) maximale Flexibilität an den Tag legen. Richtig angewendet, ermöglichen agile Methoden dank kurzer Feedbackschleifen auch in Krisen schnell zu reagieren. Zeitgleich können lose definierte Prozesse im Verlauf noch optimiert werden.

1. Die Lean-Methode
Lean (engl.) = schlank, schmal, mager

Symbolbild Yoga
Inspiriert vom Produktionssystem eines japanischen Autoherstellers, werden die Prinzipien des Lean Thinkings heute weltweit angewendet.

Bereits im Namen enthalten, dreht sich Lean Projektmanagement im übertragenden Sinne um das „Verschlanken“ des Gesamtumfanges aller für die Fertigstellung erforderlichen Prozesse. Dem agilen Projektmanagement zuzuordnen, ist Ziel der Lean Methode die Entwicklung einer möglichst ressourcenschonenden Vorgehensweise. Verschwendung jeglicher Art wird identifiziert um dem Auftragsgeber Resultate so preiseffizient wie möglich liefern zu können. Verschiedene Arten der Verschwendung lassen sich beim Lean Projektmanagement in drei Kategorien gliedern. Diese werden häufig als 3M bezeichnet.

Muda:
Sämtliche Aufgaben, Prozesse und Tasks aus welchen sich keine Wertschöpfung ziehen lässt können in Muda eingeordnet werden. In der praktischen Anwendung, sollen bei der Lean Methode verschwenderische Prozesse identifiziert werden, um diese in weiterer Folge zu stoppen.

Mura:
Betrachtet man das Verhältnis zwischen einzelnen Prozessen und Tasks stößt man oft auf Diskrepanzen welche nicht nur langfristig Schwankungen und Missverständnisse verursachen können. Dieser Zustand wird als Mura bezeichnet. Die optimale Abstimmung von Prozessen hilft dabei, Ressourcen effizienter zu nutzen und fördert auch einen reibungslosen Projektablauf.

Muri:
Besteht im Laufe eines Projektes Muri, kommt es zu Verzögerungen bei Prozessen aufgrund von Überbelastungen. Unter Anwendung der Lean Methode, versucht man diese personelle (oder auch maschinelle) Überarbeitung zu verhindern.

Lean Thinking: Die 5 Prinzipien

  1. Kundennutzen/-wert (Value)
    Die Ansprüche des Kunden am fertigen Produkt haben einen hohen Stellenwert. Diese werden bei der Spezifizierung des optimalen Nutzen-/Aufwand-Verhältnisses berücksichtigt.
  2. Wertstromidentifizierung (Value Stream)
    Alle Tasks und Aktivitäten werden basierend auf Punkt 1 evaluiert um die optimalen Schritte zur Erfüllung der Kundenansprüche zu erheben.
  3. Verschwendung vermeiden – Fluss erzeugen (Flow)
    Nicht wertschöpfende Tasks und Prozesse sind weder für Kunden noch Dienstleister nützlich. Aktivitäten die keinen Mehrwert bieten werden bewusst weggelassen um Verschwendung und Verzögerungen zu vermeiden.
  4. Auf Wünsche reagieren (Pull)
    Nur wer die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden versteht, kann darauf reagieren. ­­Unnötige Aktivitäten verursachen unnötige Kosten und senken den Mehrwert. Meiden Sie Überproduktion (Verschwendung) und liefern Sie dem Kunden nur das was er haben möchte.
  5. Der perfekte Zustand als (langfristiges) Ziel (Perfection)
    Langfristig sollte jede Aktivität einen Mehrwert für den Kunden bringen. Oft ist die Einführung neuer PM Methoden mit viel Aufwand verbunden. Daher sprechen wir hier von einem Endziel. Der Weg dorthin erfordert das wiederholte durchlaufen der vier Schritte, bis hin zur Erreichung des „perfekten“ Zustands.

FAZIT: Angelehnt am Toyota-Produktionssystem, ein vom japanischen Autohersteller entwickeltes Konzept zur Maximierung der Ressourceneffizienz, lassen sich die Prinzipien des Lean Thinkings im Projekt Management gut anwenden. Eine optimierte Produktumgebung, sowie das Vermeiden von Ressourcenverschwendung sind beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Projektverlauf. Dabei stehen stets die Anforderungen des Kunden im Vordergrund.

Das Wasserfall Modell

Symbolbild Wasserrutsche
Bei der Wasserfall Methode werden die zu Projektbeginn definierten Phasen zeitlich linear durchgearbeitet.

Die Projektabwicklung nach dem Wasserfall Modell ist vor allem in Firmen mit starren, hierarchischen Strukturen eine bewährte Vorgehensweise. In der Web Entwicklung auch als Software Development Life Cycle (SDLC) bekannt, ist die Wasserfallmethode eine der bekanntesten klassischen Projektmanagement Methoden.

Oft als starr und überholt bezeichnet, bringt das Wasserfall-Modell für Dienstleister, sowie Kunden Vorteile mit sich und verdient zumindest eine Erwähnung in dieser Serie.

Das Grundkonzept

Um den fix definierten Anforderungen des Projektziels bestmöglich gerecht zu werden, werden 6 distinktive Projektphasen festgelegt. Aus der kaskadenförmigen Darstellung der einzelnen Phasen geht hervor, dass die Phasen zeitlich linear durchgearbeitet werden. Kurzgesagt kann eine neue Phase erst beginnen, sobald die vorherige abgeschlossen wurde. So erreicht man im Laufe des Projekts Meilensteine (oder Milestones), also Etappenziele:

  1. Die Anforderungsphase
    Im ersten Schritt muss definiert werden, welche Anforderungen das fertige Produkt erfüllen muss. Dazu gehören alle Funktionen und Eigenschaften.
  2. Der Entwurf
    In der Design- oder Entwurf-Phase des Projektmanagements nach Wasserfall Methode wird das Produkt (samt aller Anforderungen) skizziert und dem Kunden präsentiert. In der Webentwicklung wird in dieser Phase die Softwarearchitektur erstellt.
  3. Die Entwicklung
    Die Implementierungs-Phase beschreibt, wie der Name schon deutet, die Projektphase in welcher die Software oder Anwendung entwickelt und (sofern erforderlich) im System integriert wird.
  4. Testen, testen, testen!
    In der Test- oder Überprüfungsphase hat das Team Zeit die Software genau auf Funktionalität zu prüfen und eventuelle Bugs zu beseitigen.
  5. Inbetriebnahme
    Auch Implementierungs-Phase genannt, kann die Inbetriebnahme nur dann erfolgreich stattfinden, wenn alle anderen Projektphasen sauber abgeschlossen wurden. Das fertige Produkt wird am Ende dieser Phase dem Kunden übergeben.
  6. Support
    Damit der Kunde auch weiterhin keine Probleme mit dem Endprodukt hat, ist die Support- oder Wartungs-Phase besonders in der Softwareentwicklung von großer Bedeutung.

FAZIT: Ursprünglich aus der Bautechnik und technischen Produktionsprozessen, bietet die Wasserfall Methode wenig Spielraum für Änderungen. Hochstrukturierte Prozesse führen dazu, dass Anpassungen, besonders im fortgeschrittenen Projektverlauf kaum noch möglich sind. Aufgrund der mangelnden Flexibilität im zeitlichen Ablauf der verschiedenen Phasen, findet die Fehlersuche/-behebung erst relativ Spät im Projektverlauf statt. Einerseits zieht sich die Überprüfungsphase in bestimmten Fällen signifikant in die Länge, im Gegensatz zum schnellen Bugfix in der Entwicklungs-Phase kann bei der Fehlerbehebung kurz vorm Abschluss ein zusätzlicher Zeitaufwand entstehen.

Die durch mangelnde Flexibilität entstehenden Risiken machen das Wasserfall-Modell für viele Agenturen relativ unattraktiv. Die Softwareentwicklung benötigt oft dynamischere Methoden um auf unerwartete Vorkommnisse, oder auch Änderungen der Auftragsgeberwünsche etc. zeitnah zu reagieren.

Nichtsdestotrotz bietet die Wasserfall-Methode eine sehr hohe Planungs-, sowie Kostensicherheit für Kunden und Dienstleister zugleich und hat in der Welt des Projektmanagers durchaus ihre Berechtigung.

Landingpages – Konversionen durch effektive Zielseiten steigern

Landebahn für Flugzeuge landing pages symbolisierenIm Inbound Marketing schon lange ein Begriff, handelt es sich bei Landingpages um eine erfolgsversprechende Methode User nach dem Klick auf ein Werbebanner oder eine Textanzeige zu einer Aktion zu bewegen. Das Potential zur Landingpage hat so gesehen jede Seite: Ob Besucher die erwünschte Aktion tatsächlich ausführen, hängt von mehreren Faktoren ab. Was gute Landingpages ausmacht und wie Sie Ihre Zielseiten für Konversionen optimieren haben wir Ihnen in folgendem Artikel zusammengefasst.

„Landingpages – Konversionen durch effektive Zielseiten steigern“ weiterlesen

Webdesign Trends 2019

Das Jahr 2019 ist nun mittlerweile bereits ein Monat jung und verfolgt im Bereich von Webdesign, SEO und User Experience (UX) alte bewährte Pfade, begibt sich aber auch in Neuland. Wir wollen mit diesem Beitrag zeigen, welche Trends wir für vielversprechend halten und was Sie davon für Ihre bestehende oder neue Webseite übernehmen können.

„Webdesign Trends 2019“ weiterlesen