Die wichtigsten SEO Trends 2018

 SEO Trends 2018

Inhalt:
Trend 1: Featured Snippets
Trend 2: OnPage SEO
Trend 3: Voice Search
Trend 4: Personalisierte SERPS
Trend 5: Mobile First
Fazit

Trend 1 – Die Suchergebnisse werden durch „Featured Snippets“ vielfältiger

In den Anfängen von SEO bestand die Suchergebnisseite bei Google aus 10 organischen Treffern und einzelnen Werbeanzeigen. Diese Zeiten sind längst vorüber – sieht man sich heute die SERPS (Suchergebnisseite) an, so fallen immer neue Formate ins Auge.

Oberhalb der organischen Suchergebnisse blendet Google bei bestimmten Suchanfragen erweiterte Antwortboxen ein, die dem Suchenden seine Frage kurz und knapp beantworten und verlinkt gleichzeitig zu der Website, von welcher der Content stammt. Da die Antwortboxen oberhalb der organischen Suchergebnisse angezeigt werden, spricht man in diesem Zusammenhang auch von der Position 0. Auch Bilder, Videos und stichpunktartige Listen kommen in den sogenannten „Featured Snippets“ zum Einsatz.

Definitionen von Drittanbietern werden innerhalb der Google Suchergebnisse in einer „Antwortbox“ dargestellt

Featured Snippets Definitionen in den Suchergebnissen

Vergleichsweise einfache Anfragen beantwortet Google direkt in der Antwortbox

Google Antwortbox Featured Snippets

Vor allem im Bereich Rezepte / Filme & Serien werden Karussel-Anzeigen mit Bildern und Informationen in den Suchergebnissen angezeigt

   Featured Snippets Google Suchergebnisse Karussel

Welche Auswirkungen hat diese Veränderung?

Einerseits beklagen SEO Experten, dass ihre Arbeit durch die Einblendung von Antworten direkt in den Google Suchergebnissen torpediert wird, da Nutzer die Antwort auf Ihre Suchanfrage auch ohne einen Klick auf die entsprechende Website erhalten.  Andererseits ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, selbst in den Featured Snippets zu erscheinen und somit einen prominenten Platz in den Suchergebnissen einzunehmen. Man sollte seine Leser- oder Kundschaft genau kennen um optimal zugeschnittene Inhalte passend zu deren Bedürfnissen anzubieten.

Tipp: Kennen Sie Ihre Kunden! Befassen Sie sich mit den Suchergebnisseiten für Ihre wichtigsten Suchbegriffe und schauen Sie sich an, welche Inhalte dort in welcher Form geboten werden. Indem Sie Inhalte so verfassen, dass mögliche Fragen von Nutzern in ansprechender Form im Text beantwortet werden, erhöhen Sie Ihre Chance auf die begehrte Position 0. Wollen Ihre Kunden Bilder sehen? Optimieren Sie Ihre Bilder! Bieten Sie Produkte zum Verkauf an? Optimieren Sie diese Produkte mithilfe strukturierter Daten, sodass sie in den Suchergebnissen hervortreten.

Trend 2: Onpage SEO bleibt unverzichtbar

Auch wenn Google inzwischen immer mehr Kriterien in die Bewertung von Webinhalten mit einfließen lässt, gehört die Onpage Optimierung nach wie vor zu den bedeutendsten Faktoren einer Suchmaschinenoptimierung. Damit sind sämtliche Maßnahmen gemeint, die Onpage (Auf der Seite) umgesetzt werden. Die Verwendung relevanter Keywords an den richtigen Stellen, die nutzerfreundliche Aufbereitung des Inhalts sowie eine für Suchmaschinen optimierte technische Struktur der Seite gehören auch 2018 zu den unverzichtbaren SEO Taktiken.

Tipp: Es existieren bereits viele gute Online-Tools, die Optimierungspotenziale aufzeigen und bei der Onpage-Optimierung unterstützen können. Die professionelle Analyse und Optimierung eines Experten ersetzen diese jedoch nicht.

Trend 3: Voice Search gewinnt an Bedeutung

Google Voice Search existiert bereits seit 2008 – der Durchbruch gelang allerdings erst in den letzten zwei Jahren. Seither ist die Suche über Sprachbefehle kontinuierlich gestiegen, wie der jährliche Report von Mary Meekers, Partnerin bei Kleiner Perkins Caufield & Byers, eindrücklich verdeutlicht. (Lektüre sehr empfehlenswert!)

Google Voice Search Nutzung Statistik
Suchanfragen, die auf die Verwendung von Voice-Search hinweisen (Call Mom, Call Dad, Navigate Home) erleben seit 2013 einen enormen Zuwachs

Seit 2008 sind die Suchanfragen, die typischerweise über die Sprachsuche gestellt werden um das 35-fache gestiegen. Bereits 2016 waren laut Google 20 Prozent aller mobilen Suchanfragen mittels Voice-Search eingetroffen. Auch diverse Spracherkennungsprogramme wie Siri, Cortana oder auch Alexa verdeutlichen diesen Trend.

Tipp: Analysieren Sie die Suchanfragen, die für Zugriffe auf Ihre Website sorgen und achten Sie dabei besonders auf sogenannte „long tail keywords“ und ausformulierte Sätze, da diese häufig in der Voice-Search verwendet werden. So können Sie versuchen, die Fragen Ihrer Nutzer zu antizipieren und in Ihren Inhalten zu thematisieren.

Trend 4: Personalisierung der Suchergebnisse

Längst erhalten nicht mehr alle Suchenden das selbe Ergebnis bei der selben Suchanfrage. Googles künstliche Intelligenz Rankbrain kann immer besser verstehen, welche Suchergebnisse zu welchem Nutzer passen. Einflussreiche Faktoren sind dabei vor allem:

– Standort des Suchenden
– Gerätetyp (Desktop, Mobile)
– Sprache
– Suchhistorie des Nutzers
– Zeitpunkt der Suche

Google Suchergebnis für die Anfrage "Football" vom Standort Kentucky (USA) aus
Google Suchergebnis für die Anfrage “Football” vom Standort Kentucky (USA) aus
Google Suchergebnis für die Anfrage "Football" vom Standort Berlin (Deutschland) aus
Google Suchergebnis für die Anfrage “Football” vom Standort Berlin (Deutschland) aus

Tipp: Für Websitebetreiber kann die personalisierte Suche, Fluch und Segen zugleich sein. Zum einen kann es passieren, dass die eigenen Produkte/Dienstleistungen für einen Teil der Nutzer weniger relevant werden (Standpunkt ist zu weit entfernt, Nutzer bevorzugt andere Marken, etc.). Zum anderen bietet die Personalisierung aber insbesondere für lokale Unternehmen ein enormes Potenzial für mehr Kundschaft. Der Einsatz von Structured-Data ist hier besonders ratsam.

Trend 5: Mobile First

Dieses Thema ist nicht ganz neu im Bereich SEO, aber wird 2018 noch einmal an Bedeutung gewinnen, da Google bereits seit längerem die Einführung des „mobile first index“ ankündigt. Dadurch wird künftig standardmäßig nicht mehr die Desktop-Version eine Website vom Google-Bot angesehen und bewertet, sondern die mobile Version. Gründe dafür finden sich im Nutzerverhalten – die Suchanfragen auf mobilen Geräten machen bereits jetzt die Hälfte aller Suchanfragen auf Google aus. Eine einwandfrei funktionierende und ansprechende mobile Version Ihrer Website, die idealerweise mithilfe eines Responsive-Design realisiert wird, ist unabdingbar für ein gutes Google Ranking in 2018.
Auch wenn die Verkaufszahlen auf mobilen Geräten momentan noch deutlich hinter denen auf Desktop PC’s zurückliegen, holt sich bereits ein Großteil der User über Smartphones Informationen zu Produkten und Dienstleistungen ein. Verpassen Sie also nicht die Chance, diese Nutzer mit Informationen zu versorgen und somit potentielle Kunden zu gewinnen.

Tipp: Prüfen Sie die Mobilfreundlichkeit Ihrer Website mit Googles „Test auf Optimierung für Mobilgeräte“ um sicher zu gehen, dass Ihre Website auf mobilen Endgeräten optimal ausgespielt werden kann.

Statistik zu Nutzungshäufigkeit von Smartphone, Desktop und Tablet Geräten
Tägliche Nutzungsgewohnheiten nach Gerätetyp

Eigene Darstellung nach Google Report 

To Do’s für Websitebetreiber

Nutzersignale auswerten und entsprechend reagieren
Absprungraten, Klickwege, Sitzungsdauer

Die vielfältigen Möglichkeiten in den Suchergebnissen auf den Nutzen für die eigene Website überprüfen und  sinnvoll einsetzen
Local-SEO, Featured Snippets, Voice Search,etc

Technisch auf dem aktuellsten Stand bleiben
SSL-Zertifikate, Pagespeed, Mobile First, etc.

Inhaltlich experimentierfreudig sein
Themen ganzheitlich behandeln, nicht nur auf Keywords optimieren, sondern möglichst umfassend informieren und individuell die Zielgruppe ansprechen.

Fazit

Die Zeiten ändern sich bei SEO noch wesentlich schneller als in vergleichbaren Branchen. Was vor einigen Jahren noch garantiert Top Rankings einbrachte, kann heute schon als veraltete Praxis in der Schublade gelandet sein, oder gar von Google abgestraft werden (Linktausch, Linkkauf, etc.).
Um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, empfiehlt es sich, die Performance der eigenen Website bei Suchmaschinen stets im Blick zu behalten. Analysieren Sie Ihre Zugriffe, das Suchverhalten der Nutzer und die Neuerungen in den Google SERPS (Suchergebnisseiten) um entsprechend auf Veränderungen reagieren zu können.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Optimierung Ihrer Website oder Ihres Webshops? Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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